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Stattbau GmbH: Lebendige Quartiere und der Mensch im Mittelpunkt

Bauen mit ökologischem und sozialem Anspruch – dafür steht die Stattbau GmbH.

Seit 1983 gestaltet das Unternehmen Räume nach menschlichen Bedürfnissen. Das Besondere: Ein interdisziplinäres Team von Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern, Multimediadesignern und Pädagogen arbeitet gemeinsam an dem großen Ziel, öffentliche Räume für die Zukunft fit zu machen.  Die Stattbau GmbH kann auf eine beachtliche Geschichte behutsamer Stadtsanierung zurückblicken und nutzt ihre Erfahrungen für die Zukunft. Denn seit seiner Gründung in den frühen achtziger Jahren handelt das Unternehmen demokratisch, ökologisch, bewohnernah und fachlich kompetent. Die Stattbau GmbH betont dabei die ganzheitliche Herangehensweise, denn Stadterneuerung bedeutet mehr, als Gebäude zu erhalten. Es ist auch soziale Arbeit, die Beachtung ökologischer Grundsätze und ein respektvoller Umgang mit den Menschen. Mit der Anwendung dieser Formel hat das Unternehmen gezeigt, wie eine innovative Sanierung in schwierigen städtischen Umfeldern gelingt.

Bei Stattbau steht der Mensch im Vordergrund

Dabei handelt das Unternehmen stets nach dem Leitspruch des griechischen Staatsmanns Perikles, der bereits vor mehr als 2.500 Jahren feststellte: „Nicht die Häuser, sondern die Menschen machen die Stadt.“

Dieser Wahlspruch hat heute, in Zeiten des demografischen Wandels und vor dem Hintergrund der zunehmenden Urbanisierung, nicht an Bedeutung verloren, sagt Diplom-Ingenieurin und Stattbau-Geschäftsführerin Marion Schuchardt: „Und danach handeln wir: Wir gestalten Räume nach menschlichen Bedürfnissen. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, von der Analyse über die Entwicklung von Konzeptionen und die Begleitung in der Umsetzung bis hin zur Evaluierung. Unsere oberste Maxime ist, dass diejenigen, die von den Veränderungen betroffen sind, auch in deren Gestaltung mit eingebunden werden.“

Ein Musterbeispiel für die Umsetzung dieser Kriterien ist die Sanierung des Blocks 103 in Berlin-Kreuzberg. Dort wurde zwischen 1982 und 1991 in zwölf ehemals besetzten Häusern gemeinsam mit den Bewohnern eine zukunftsweisende ökologische Gebäudesanierungen realisiert. Das Leitbild einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt stellt, verwirklicht Stattbau seit der Wende auch in den neuen Bundesländern.

Ein aktuelles Projekt wurde im vergangenen Jahr verwirklicht, die „Machbarkeitsstudie Fröbelstraße“, erläutert Diplom-Ingenieurin und Geschäftsführerin von Stattbau Constance Cremer. Hier wurde das Konzept für das Grundstück des ehemaligen Vivantes Krankenhauses im Prenzlauer Berg vorgestellt. Es könnte zukünftig Teile der Bezirksverwaltung, eine Flüchtlingsunterkunft sowie eine Kita aufnehmen: „Ziel der Aufgabe war es, sowohl Verwaltung, Wohnen, Sonderwohnformen (MUF), Schule, Kultur, Soziales und eine Kita auf der ehemaligen Krankenhausfläche zu vereinen. Mit der geplanten Umgestaltung des Standortes wird eine historische Chance der Neuorientierung und der Gestaltung eines Stücks Stadt ermöglicht“, so Cremer.

Modernes Wohnen heißt: Generationen vereinen

Lebendige Quartiere und das Zusammenleben vielfältiger unterschiedlicher Lebensstile in der Stadt zu erhalten, ist für Stattbau Ansporn und Verpflichtung zugleich: „Die Netzwerkagentur Generationen-Wohnen unterstützt Ideen und Strategien, die das ermöglichen“, sagt Marion Schuchardt.

Ein Modellprojekt ist das Haus Generationen-Wohnen in der Sredzkistraße 44 im Prenzlauer Berg mit barrierefreien und altersgerechten Wohnungen. In einer Musterwohnung im Erdgeschoss kann sich jeder über altersgerechtes Wohnen informieren.

Ein Modell, das Schule machen soll: „Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften nehmen den Wohnungsneubau in den nächsten Jahren in großem Umfang wieder auf. Ihnen kommt deshalb eine wesentliche Rolle beim Aufbau sozialer Nachbarschaften zu. Es gilt Modelle zu entwickeln, die die lokale Gemeinschaft stärken und übertragbar sind.“

So sieht die zukunftsorientierte Stadt von morgen aus

Wohnen ist ein Grundrecht, betont Stattbau-Geschäftsführerin Marion Schuchardt: „Barrierefreiheit und ökologischer Standard sind keine Luxusgüter und dürfen daher in der Zukunft kein Widerspruch mehr zu bezahlbaren Mieten sein.“ Aber auch der öffentliche Straßenraum müsse sich anpassen: „Der öffentliche Raum soll zu einer Begegnungsstätte, einem öffentlichen Wohnzimmer werden. Erreicht werden könne dies durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, einer gut funktionierenden Fahrradinfrastruktur und einer ökologischen Qualifizierung mit Grün- und Wasserflächen.“

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