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Schöneberger Linse: Ein Stadtquartier wird zum Berliner Energiestandort Nr. 1

Das Berliner Stadtquartier, das unter den Namen „Schöneberger Linse“ bekannt ist und sich vom Bahnhof Südkreuz bis zum S-Bahnhof Schöneberg erstreckt, soll im Sinne einer Smart City gestaltet werden. Das schließt unter anderem folgende Vorhaben mit ein:  

  • Wohnungsbau
  • Kindertagesstätten
  • Büros
  • Dienstleistung, Einzelhandel & gastronomische Angebote
  • Infrastruktur und Straßenbau

Viele Projekte bzw. Bauvorhaben befinden sich noch in der Planungsphase, an anderer Stelle nehmen sie langsam Gestalt an. So soll z. B. der Tempelhofer Weg mit einer Baumallee und Stadtplätzen ein wichtiger Bestandteil der städtischen Revitalisierung werden.

Die Schöneberger Linse hat eine lange städtebauliche Entwicklung erfahren. Nach der Maueröffnung und mit dem 2006 eröffneten Bahnhof Südkreuz rückte das Quartier wieder in die Aufmerksamkeit der Stadtplaner. Aktuelle Bedarfe im Bereich Wohnungsbau und Nachverdichtung beflügeln den Trend zusätzlich, die „Linse“ zu einem attraktiven Stadtquartier zu wandeln.

Entwicklung alternativer Energien bildet das Zentrum des Stadtquartiers

Das Zentrum dieses Vorhabens stellt jedoch das sogenannte Energiequartier dar, das auf dem EUREF- Campus seit 2008 entstanden ist und ausgebaut wird. Einige Energiedienstleister werden ihren Firmensitz auf dem Gelände oder in unmittelbarer Nähe haben. Dafür entsteht bis 2020 extra ein Effizienzhaus, von wo aus GASAG Solution Plus das Energiekonzept für die gesamte Schöneberger Linse koordiniert. Vorrang haben Klimaschutz und Energieeffizienz. So soll das Effizienzhaus gleichzeitig den Energieverbrauch der GASAG selbst um die Hälfte reduzieren – Klimaschutz und Energieeffizienz sollen dabei jedoch im Vordergrund stehen.

Auf dem EUREF-Campus sind die Versorgungsunternehmen der Stadt goldrichtig. Dort entwickelt sich rund um den ehemaligen Gasometer ein hochinnovativer Standort für bereits etablierte Unternehmen und noch junge Startups, die sich unter anderem mit den Themen Energie und Mobilität beschäftigen. Auf dem Campus wird jedoch nicht nur geforscht, sondern die Konzepte und Ideen werden auf dem Gelände getestet und für eigene Zwecke genutzt.

Standort-Nähe führt zu produktiven Kooperationen

Die räumliche Nähe und viele Gemeinsamkeiten bei den Forschungs- und Unternehmenszielen dieser Einrichtungen erleichtern die Zusammenarbeit, das Denken und Agieren über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg. Besonders charakteristisch für den EUREF-Campus sind dabei Kooperationen zwischen den „Großen“ aus der Energie- und Mobilitätsbranche wie Siemens, Schneider, Cisco und zahlreichen Startups, die man z. B. im InfraLab oder in der Green Garage findet. Soziale Aspekte kommen ebenfalls nicht zu kurz: Auf gemeinsamen Veranstaltungen und in fußläufig zu erreichenden Restaurants können Freizeit genossen und Ideen ausgetauscht werden.    

Auf dem EUREF-Campus innerhalb der Schöneberger Linse, besteht also ein produktives und qualitativ hochwertiges Miteinander, das Zusammenarbeit und Erfindungsreichtum fördert.

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